Meinen Bogen setze ich
in die Wolken; er soll das Bundeszeichen sein
zwischen mir und der Erde“
(Gen 9,13)

Ein Leben in Gebet und Zuversicht in schwerer Zeit


Liebe Mitchristen!

Während die Frühlingssonne schon herrlich vom Himmel lacht, macht sich eine dunkle Bedrohung für die Gesundheit vieler in unserem Land und weltweit breit. Das Corona-Virus hat so noch nie da gewesene Auswirkungen auf das öffentliche und private Leben und damit auch auf das Leben unserer christlichen Gemeinde. Nicht einmal in Kriegszeiten war es verboten, öffentliche Gottesdienste abzuhalten, wie es jetzt notwendig geworden ist, um vor allem ältere und gesundheitlich vorbelastete Menschen vor Ansteckung zu schützen.

Ja, das gottesdienstliche Leben wird – gerade jetzt in der österlichen Buß- und kommenden Festzeit – aufs äußerste eingeschränkt. Das macht uns traurig und auch ratlos. Trotzdem sind damit unser christliches Tun und unsere mitmenschliche Verantwortung nicht ans Ende gekommen!

Die Besinnung auf die tröstenden Worte der Bibel, das auch trotz Isolation gemeinsame Gebet, die Solidarität mit denen, die jetzt verängstigt oder in Not geraten sind – all das ist das Gebot der Stunde.

In unseren Pfarrkirchen hängt der noch unvollendete Regenbogen, der in den Familiengottesdiensten begonnen wurde und in den kommenden Wochen vervollständigt werden wird. Er ist das Symbol für den Bund Gottes mit den Menschen, ja mit der ganzen Schöpfung. Gegen alle Gewalt der Natur, ja selbst gegen die Macht seines eigenen Zorns stellt Gott sich auf die Seite des bedrohten Menschen und verpflichtet sich, ihn zu beschützen. Ein Bild voll Hoffnung und Kraft!

Wir als Verantwortliche in der Seelsorge möchten Ihnen daher Mut machen und helfen, die Gemeinschaft im Gebet und in der Nächstenliebe zu halten.

Wenn auch alle öffentlichen Gottesdienste bis auf weiteres entfallen, wird es doch tägliche feste Gebetszeiten und Eucharistiefeiern (von Pfarrer Wagner und Pfarrer Klösel alleine in den Pfarrkirchen mit den jeweiligen Intentionen gehalten) geben.

Die Kirchenglocken werden an den Werktagen um 18.30 Uhr und am Sonntag um 10.30 Uhr läuten. So haben alle die Möglichkeit, sich den Gottesdiensten zu Hause anzuschließen und die Andachten mitzubeten. Materialien dazu finden Sie auf der Homepage der Pfarreiengemeinschaft oder in den Kirchen, die selbstverständlich tagsüber geöffnet bleiben.

Teilweise werden wir die Texte auch in die Postkästen werfen – Sie dürfen sich auch gerne in den Pfarrbüros melden, wenn Sie gerne Gebetsvorschläge haben wollen.

Ebenso bitten wir um Anrufe, wenn Sie für sich oder für andere irgendeine Hilfe im Bereich der Grundversorgung benötigen (z.B. beim Einkaufen oder bei finanziellen Problemen).

So sehr jetzt jeder auf die eigene Gesundheit und auf die anderer achten muss, brauchen wir doch die vielen kleinen Zeichen der Achtsamkeit und des Gebets in der großen Gemeinschaft der Glaubenden. Mit Paulus dürfen wir sicher sein, „dass weder Tod noch Leben…weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges noch Gewalten…uns trennen können von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn“ (Röm 8,38 f.).

So segne uns alle der in seiner Liebe allmächtige Gott: der +Vater, der +Sohn und der +Heilige Geist!

Im Namen des Seelsorgeteams: Pfarrer Horst Wagner